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Urlaub auf Korsika: Die wilde Schöne und das Meer

12 August 2010 Von: Uwe 921 mal gelesen Keine Lesermeinung
 


Maja war mit Ihrem Freund Max in einem Ferienhaus auf Korsika.
Hier ist Ihr Reisebericht über Ihren Korsika-Urlaub, der mir bei Lesen richtig Lust auf Meer und Berge gemacht hat:

Ich bin schon über sechs Wochen zurück von meinem Urlaub auf Korsika, aber es gibt nicht einen einzigen Tag, an dem ich nicht an diesen wunderbaren Aufenthalt zurückdenke.
Zugegeben: Es war auch mein erster Urlaub mit Max, meinem neuen Freund. Allein das hat die Reise natürlich schon zu etwas ganz Besonderem gemacht. Aber wir hätten es trotz Verliebtheit und Romantik definitiv schlechter treffen können. Ob wir es auch besser hätten treffen können? – weiß ich nicht, aber ich bezweifle es!

Schon der Anflug auf den Flughafen von Bastia im Norden der Insel hat mein Herz höher schlagen lassen. Von Oben konnten wir tiefblaues Wasser, Strände, zerklüftete Berge und kleine, versprengte Ortschaften erkennen – alles zusammengenommen genau die richtige Mischung für eine wahrhaft paradiesische Landschaft. Aber Korsika hat ja noch so viel mehr zu bieten als „nur“ die Landschaft und das Meer. Auf dieser beliebten – und dabei doch immer noch fast unberührt wirkenden – Insel im Mittelmeer kann man hervorragend Essen, Shoppen vom Feinsten und jede Menge Kultur erleben. Und die Ferien gestaltet sich jeder so, wie es seinem eigenen Geschmack entspricht. Der Eine will auf höchstem Niveau in luxuriöser Umgebung einfach nur abschalten, der Andere Aktiv sein und sich viel bewegen. Auf Korsika ist alles möglich. Max und ich hatten beschlossen, den goldenen Mittelweg zu wählen.

Obwohl wir beide das Meer lieben, hatten wir uns ein Quartier gesucht, das etwas landeinwärts lag. Rund um Patrimonio, einem malerischen Winzerdorf im Norden der Insel, werden die besten Weine Korsikas gekeltert. Dort hatten Max und ich uns eingenistet. So konnten wir unsere Urlaubstage bei einer guten Flasche Wein ausklingen lassen, ohne dass wir uns Sorgen darum machen mussten, wer anschließend fährt.

Von Patrimonio aus sind wir dann am ersten vollen Urlaubstag aus auch zu unserer ersten Entdeckungstour aufgebrochen. Wir haben das „Cap Corse“ erkundet, die Halbinsel ganz im Norden von Korsika. Ich neige selten zu Übertreibungen, aber die Fahrt auf der Küstenstraße wird mir unvergesslich bleiben. Die Ausblicke hier sind schlichtweg atemberaubend. An diesem ersten Tag wussten wir noch nicht, dass wir noch viele solcher Erlebnisse haben würden. So war zum Beispiel auch unser Trip zum Golf von Porto ein spektakuläres Erlebnis. Die ganze Region rund um Porto, das etwa auf halber Inselhöhe an der Westküste liegt, hat den Status eines UNESCO-Naturdenkmals. Hier fallen weiße Felsen schnurgerade in das krachblaue Meer, hier tosen Wasserfälle, hier gibt es dichte, würzig duftende Wälder und rote Steinformationen, die scheinbar zufällig einfach irgendwo „abgestellt“ wurden. Uns hat‘s die Sprache verschlagen und wir brauchten nach diesen Eindrücken erst einmal einen Tag Pause.

Da Max sich sehr für Geschichte interessiert, waren wir natürlich auch in Ajaccio. Hier kam Napoleon zur Welt und bis heute kann man sein Geburtshaus besichtigen. Max wollte anschließend auch noch in das Napoleon-Museum, da hätten wir beinah unseren ersten Streit bekommen. Aber dann hat er mich schnell damit versöhnt, dass wir anschließend ohne Zeitlimit durch die Altstadt von Ajaccio bummeln würden. So wurden an diesem Tag nicht nur meine Kenntnisse von der Französischen Revolution ein wenig aufgefrischt, sondern ich habe auch das Gefühl genossen, mich zwischen den Welten zu bewegen. Denn die Altstadt von Ajaccio hat einen unverkennbar italienischen Flair. Hier gibt es einen lebhaften Markt, viele Bars und Restaurants und in den kleinen Gassen kann man tolle Geschäfte entdecken. Ich habe es nicht bereut, dass ich Max im Napoleon-Museum begleitet hatte!

Wo wir gerade bei Geschichte und anderen Ländern sind: Ein echtes Muss für jeden Korsika-Reisenden ist Filitosa. Das ist die prähistorische Stätte, die auf Korsika die größte Bedeutung haben dürfte. Hier fühlt man sich ganz entfernt an das englische Stonehenge erinnert. Bis zu vier Meter hoch sind die Steine, die zum Teil behauen sind und viele tausend Jahre auf dem Buckel haben.

Max und ich haben jeden Tag auf Korsika genossen, aber wir haben längst noch nicht alles gesehen. Wir werden bestimmt wiederkommen. Wer weiß, vielleicht verleben wir hier ja sogar unsere Flitterwochen?

Die Ferienwelt-Infobox:

Korsika ist nicht ganz so schwierig zu erreichen, wie man zuerst annimmt. Es gibt Flüge, z.B. von Germanwings, die meist über den Flughafen Köln-Bonn laufen.
Gute und preiswerte Flugverbindungen von anderen Flughäfen gibt es bei den diversen Reisesuchmaschinen, z.B. empfehlenswert hier:

Gemütliche und Preiswerte Unterkünfte finden Sie in unserem Atraveo-Katalog. Dort finden Sie die wahrscheinlich breiteste Auswahl an Ferienunterkünften, mit direkter Buchungsmöglichkeit und Verfügbarkeitsanzeige in Echtzeit!

Viele Informationen zur Insel, Veranstaltungen und Reiseziele finden Sie in deutscher Sprache unter

  • www.korsika.fr

Und für Reisende aus Baden-Württemberg oder der Schweiz bietet sich sogar der Zug an: Mit dem Hochgeschwindigkeitszug TGV ab Genf direkt nach Nizza und dann mit der Schnellfähre nach Bastia. Das schafft man ohne Übernachtung an einem Tag. Wie genau, werde ich im Oktober herausfinden, dann fahre ich nämlich selbst über Sardinien nach Bastia und von dort aus Retour mit dem TGV in die Schweiz.


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